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Autor Thema: Cleeves, Ann - Tote Wasser (Rezension)  (Gelesen 2259 mal)

Offline silberfischchen

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Cleeves, Ann - Tote Wasser (Rezension)
« am: 16. Januar 2014, 11:19:54 »
An diesen fünften Teil der Reihe um den spanischstämmigen Ermittler Jimmy Perez auf den Shetland-Inseln habe ich mich nur sehr verhalten rangewagt, denn obwohl ich diese Reihe einfach grandios finde, hatte mich das Ende des vierten Teils doch arg frustriert.

Als  ich das Buch dann einmal angefangen hatte, mochte ich es allerdings nicht mehr aus der Hand legen. Perez ist nach dem Schicksalsschlag aus dem vorherigen Band zwar noch nicht wieder der alte, findet aber im Laufe des Buches immer mehr zu seinem alten ich zurück. Allein diese Entwicklung ist schon spannend zu beobachten. Dazu kommt noch, dass sich auch sein Helferlein Sandy in diesem Buch unheimlich weiterentwickelt - was meines Erachtens auch dringend nötig war - und in diesem Fall sehr viel alleine und unabhängig von Perez agiert, aber nach dessen Vorbild und nach dem, was er bei ihm gelernt hat.

Das Buch ist wunderbar flüssig geschrieben, die Stimmung der rauen Shetland-Inseln fängt die Autorin ebenso gekonnt ein wie die Stimmungslagen der agierenden Personen.

Der Fall selbst wird da schon fast zur Nebensache und ehrlich gesagt fand ich die Motive, die sich zum Schluss recht überraschend herausschälten doch ziemlich kurios, ich hätte etwas anderes - mehr? - erwartet. Aber auch das hindert mich nicht dran, dem Buch neun Kartoffeln zu geben.

:9K