Nie sollst du vergessen

Autor: Elizabeth George
Verlag: Blanvalet
ISBN: 3-7645-0098-0
erschienen: 2001 deutsch (von Mechtild Sandberg-Ciletti) 2001 englisch
Inhalt: Superintendent Webberly beauftragt Lynley und Havers den Mord an Eugenie Davies aufzuklären, die überfahren wurde. Lynley erfährt von Webberly, dass es vor 20 Jahren schon einen Mordfall in der Familie Davies gegeben hatte. Damals wurde die kleine, kranke Tochter von dem Kindermädchen Katja ertränkt. Sie wurde verurteilt und ist gerade entlassen wurden. Hat sie Eugenie Davies überfahren? Oder was ist mit dem Sohn Gideon los, ein bekannter Geigenvirtuose, der auf einmal nicht mehr spielen kann?
Bewertung: Elizabeth George hat mit "Nie sollst du vergessen" einen mittelmäßigen Kriminalroman geschrieben. Das liegt daran, dass sie dieses Mal die Handlung nicht durchgehend auf Lynley und Havers bezogen hat, sondern den anderen Protagonisten dieses Romans bei seiner Psychiaterin immer wieder eingeflochten hat. Das war teilweise ziemlich verwirrend, da George viele Zeitsprünge benutzt hat und somit keine in sich geschlossene Handlung ergeben hat. Der Roman ist mit seinen fast 900 Seiten einfach zu lang, denn es ist zwischendurch einfach zu langatmig.
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19.09.2001 © Martina Fink
Bewertung: Bisher habe ich
mich immer als George-Fan bezeichnet und habe die Bücher oft schon als
englisches Hardcover gelesen, weil ich die deutsche Übersetzung nicht
abwarten konnte. Meiner Meinung nach ist dies Buch das schlechteste, was
jemals von ihr veröffentlicht wurde. Leider ist die Wertung nicht ganz so
einfach zu begründen, da ich nicht zuviel von der Story verraten möchte:
Einen Abzug gibt es dafür, dass am Ende zu viele Fragen offen bleiben.
Dann geht eine Kartoffel verloren, weil bei den Nebenpersonen zahlreiche
Probleme und Nebenstränge angefangen werden und auf den letzten Seiten (wenn
überhaupt) sehr lieblos zu einem Ende gebracht werden.
Eine weitere Kartoffel wird abgezogen, weil die Darstellungsform:
Quasi-Tagebuchaufzeichnung und normaler Storyplot nicht synchron verlaufen,
dies aber zunächst nicht auffällt. Keine Ahnung, ob da ein echter Fehler
vorliegt, oder ich was überlesen habe, auf jeden Fall ist dies nicht richtig
gelungen.
Dann bleibt ein Erdapfel auf der Strecke, weil die gesamte Darstellungsform,
Fehler hin oder her, einfach zu gewöhnungsbedürftig ist und mir zu wenig auf
die Ermittlungsarbeit eingegangen wird.
Und die letzte Kartoffel habe ich abgezogen, weil der Gesamteindruck von
handelnden Personen, Tätern und Opfern einfach nicht zusammenpasste sondern
wie ein Flickenteppich wirkte. Um die 54 Dm tut es mir hier richtig leid,
zumal es das Buch bei amazon für 49,90 gab.
Steffi
Fevvers
Mira
Silke S.