Magdalen Nabb
Magdalen Nabb ist 1947 in Church, Lanchire, England geboren. Seit 1975 lebt und arbeitet sie als Journalistin und Schriftstellerin in Florenz.
Magdalen Nabbs Serienheld ist Salvatore Guarnaccia, ein italienischer Polizeichef in Florenz.
| erschienen ( E / D ) | ||
| Salvatore Guarnaccia-Serie: | ||
| Tod eines Engländers | Death of an Englishman | 1981 / 1991 Diogenes |
| Tod eines Holländers
|
Death of a Dutchman | 1982 / 1992 Diogenes |
| Tod im Frühling | Death in Springtime | 1983 / 1988 Diogenes |
| Tod im Herbst | Death in Autumn | 1985 / 1990 Diogenes |
| Terror | The Prosecutor | 1986 / 1988 Diogenes |
| Tod in Florenz
|
The Marshal and the Murderer | 1987 / 1992 Diogenes |
| Tod einer Verrückten
|
The Marshal and the Madwoman | 1988 / 1997 Diogenes |
| Tod einer Queen
|
The Marshal´s own Case | 1990 / 1994 Diogenes |
| Tod im Palazzo | The Marshal makes his Report | 1991 / 1995 Diogenes |
| Geburtstag in Florenz
|
The Marshal at the Villa Torrini | 1993 / 1998 Diogenes |
| Das Ungeheuer von
Florenz
|
The Monster of Florence | 1996 / 1998 Diogenes |
| Alta Moda | Proberty of Blood | 1999 / 1999 Diogenes |
| Nachtblüten | Some Bitter Taste | 2002 / 2002 Diogenes |
| Cosimo | Cosimo | 2004 Diogenes |
| Eine Japanerin in Florenz | The Innocent | 2005 / 2006 Diogenes |
| Jugendbuch: | ||
| Ein neuer Anfang | 2000 Diogenes |
Link: Die offizielle Homepage von Magdalen Nabb
09.03.2011 © Thomas und Martina Fink
Zusammenfassung einer Fernsehreportage über Magdalen Nabb am 20.12.2000 auf 3Sat:
Die Reportage war toll gemacht. Bilder von
Florenz und Carabiniere-Einsätzen unterlegt mit Texten aus ihren Büchern und
natürlich Interviews.
Nabb hat im Alter von 7 ihren Vater verloren und einige Jahre darauf ihre
Mutter. Ihr größter Bewunderer war George Simenon. Er hat auch das Vorwort
für "Tod im Frühling" geschrieben. Auf der anderen Seite hat sie alle seine
Bücher verschlungen und dessen Schreibweise zum Vorbild genommen. Mit
Schreiben begann sie erst, als er aufgehört hat. Vorher hat sie ihr Geld als
Töpferin verdient.
Mit dem Vorbild von Guarnaccia, dem echten Carabinieri aus Florenz, ist sie
gut befreundet, ebenso mit dem Capitano - den gibt's auch und er liefert
ebenfalls Material, denn ihre Fälle sind echt. So hat sie z. B. über die
Verhandlung vom "Ungeheuer von Florenz" für eine Zeitung berichtet. Erst
sollte daraus kein Buch werden aber... Und einer der beiden Entführungsfälle
beruht auf dem Fall der Kronzuckers.
Ihr geht es in den Büchern nicht um das "Who donnit" sondern wer fühlt was,
wie verändert sich alles. Z. B. kennt sie Transvestiten persönlich weil sie
wissen wollte, wie leben sie eigentlich am Tag, wie reagiert die Familie
usw..
Im Gegensatz zu Agatha Christie (das fand ich so schön): "Es wird jemand
ermordet und ein Fleck ist auf dem Perser, der Mörder wird gefunden, der
Fleck vom Dienstmädchen wieder herausgewischt und das Leben geht unverändert
weiter."
(Damit hat sie etwas ausgesprochen was ich bei dem "Tänzer in Trauer von
Marsh" gefühlt hatte aber nicht ausdrücken konnte. Vielleicht erscheinen mir
diese "alten" Krimis deshalb etwas seicht.) will sie zeigen wie grausam die
Wirklichkeit ist. Sie sagt richtig, Christies sind fürs Bett, ihre nicht.
Anschließend kam noch etwas über Lustmorde. Oh je, da kam so ein
MTV-Video-Clip. Grausig! Aber die Jungen empfinden das angeblich nicht mehr
so, weil sie durch Reizüberflutung abgestumpft sind. Die Gefühle der Jugend
sind abgestumpft weil ihnen alles vorgelebt wird. Lustmorde sind einfach nur
das Ergebnis unserer Leistungsgesellschaft. Schreckliche Vorstellung!
Ach da fällt mir noch ein, wenn sie Alpträume hat ruft sie im Traum nach
Guernaccia, dann geht es ihr wieder gut, es ist alles in Ordnung.
Nur eines hat gefehlt: Wann kommt der nächste endlich raus?!
21.12.2000 © Mira