Interview mit Ele Wolff



TOM: Erst einmal möchte ich Dir sagen, wie sehr ich mich freue, dass Du diesem Interview zugestimmt hast. Kannst Du uns ein wenig über Dich erzählen?

Ele Wolff: Danke Tom. Ich finde es schön, wenn jemand das doch einsame Schreiben mal mit einem Interview unterbricht. Seit fast zwanzig Jahren lebe ich nun in Ostfriesland. Angefangen mit dem Schreiben habe ich in einem der langen Winter auf der Insel Borkum, wo ich zehn Jahre gelebt habe. Die Weite hier in der Gegend lässt viele kreative Gedanken zu, auch mörderische. Meine früheren Tätigkeiten als Krankenschwester, Vermieterin von Ferienwohnungen und Galeristin bieten mir, neben den täglichen Begegnungen mit Menschen, genug Stoff für meine Geschichten. Nur das mit dem Morden, das ist komplette Fantasie.

 

TOM: War der lange Winter auf Borkum der einzige Anreiz mit dem Schreiben zu beginnen, oder hast du vorher schon mit dem Gedanken gespielt.

Ele Wolff: Die Idee mit der Schreiberei kam von einer Sekunde auf die andere. Ich hatte nachmittags eine Worddatei geöffnet und wollte einen Brief schreiben. Stattdessen habe ich den Satz geschrieben. Karsten war sehr dick und schwitzte stark. Sonst nix. Ich war total überrascht, denn vor meinem geistigen Auge sah ich einen dicken Mann eine Treppe hochrennen. Es hat mich fasziniert, wie ein paar Worte das Kopfkino laufen lassen. Den Satz habe ich gelöscht und sofort mit meinem ersten Roman angefangen.Tja und das ist nun daraus geworden.

 

TOM: Mit Ostfriesisches Gift ist es der 2 . Roman um die sympathische Ermittlerin Henriette Honig. War es von Anfang an geplant eine Serie daraus zu machen?

Ele Wolff: Ja, die Fälle der Henriette Honig waren schon als Serie gedacht. Sie wohnt ja in Leer und wird zu Fällen in ganz Ostfriesland herangezogen. Beim Ostfriesischen Gift hat sie sich gerade in Urlaub auf der Insel Borkum aufgehalten, als der Mord geschah. Die nächsten beiden Fälle der Detektivin sind auf alle Fälle gesichert.

 

TOM:  Deine Serie spielt in Ostfriesland, besuchst du, wenn du am Schreiben bist die Orte zu Recherchen oder schreibst du aus dem Gedächtnis, weil du vieles kennst?

Ele Wolff: Vieles kenne ich in Ostfriesland, aber noch lange nicht alles. Für das Buch Ostfriesisches Gift konnte ich mich total auf mein Gedächtnis verlassen, weil ich viele Jahre auf der Insel Borkum gelebt habe und fast jeden Grashalm mit Vornamen kennne. In meinem neuen Krimi spielt eine Örtlichkeit in Ditzum eine Rolle. So werde ich morgen hinfahren und mir das Gelände näher ansehen. Leer kenne ich sowieso gut und zum Glück wohnt meine Ermittlerin Henriette Honig hier in der Altstadt. Alle anderen Recherchen verbinde ich mit einem schönen Ausflug durch die ostfriesische Landschaft.

 

TOM : Wenn du dabei bist einen Kriminalroman zu schreiben, wie sie dein Tagesablauf aus?

Ele Wolff: Am besten läuft es bei mir direkt morgens um sieben oder am späteren Nachmittag. Wenn ich im Schreibmodus bin, kann es mir passieren, dass ich an der Kasse des Supermarkt stehe und angestrengt darüber nachdenke, wie ich den Täter überführen kann. Dann heißt es schnell nach Hause und weiter machen, nur nicht den Faden verlieren.Ich schalte dann einfach nicht ab. Während der vergangenen Feiertage hatte ich mit frei gegeben, aber morgen geht es wieder los mit Henriette Honig 3. 

 

TOM:  Hast Du einen Lieblingsautor oder einen Autor der dir als Vorbild dient?

Ele Wolff  Einen bestimmten Lieblingsautor habe ich nicht. Früher habe ich sehr gerne Johannes Mario Simmel gelesen. Ansonsten lese ich gerne Psychothriller und andere spannende Sachen. Am liebsten solche Bücher, wo man nicht aufhören kann, zu lesen.

TOM: Viele Autoren nutzen Social Communities um mit ihren Lesern in Kontakt zu kommen bzw. zu bleiben. Wie sieht das bei Dir aus?

Ele Wolff: Die Sozialen Medien sind meines Erachtens wichtig, um in Kontakt mit Lesern zu kommen und auch für den Austausch mit schreibenden Kollegen. Deshalb bin ich gerne auf facebook und Co vetreten. Ob es Ankündigungen von Lesungen sind oder auch die Präsentaion einer Neuerscheining, als Autorin kann ich nicht darauf verzichten.

 

TOM: Was war es für Dich für ein Gefühl, ein Buch von Dir im Handel zu sehen?

Ele Wolff: Ein unbeschreibliches Gefühl war es für mich, meine eigenen Worte eingebunden in ein professionelles Cover zu sehen. Dazu kommt das ordentliche Lektorat, das meinen Text kritisch unter die Lupe genommen hat. Alleine für diesen Augenblick haben sich die Stunden am PC gelohnt.

 

TOM: Im Roman Ostfriesische Gift, kommt Henriettes Nichte Jantje aus England und  ist dran beteiligt den Fall zu lösen. Spielt sie jetzt öfter mit? 

Ele Wolff: Ja, Jantje arbeitet jetzt bei der Ostfriesenzeitung als freie Mitarbeiterin und ist in der Detektei Honig und Partner die offizielle Partnerin. Ihre Leidenschaft sind Geschichten mit und von Menschen. da ist sie als Teilzeitdetektivin bei ihrer Tante Henriette gut aufgehoben.

 

 

TOM: Vielen Dank für das interessante Interview. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe Du schaust ab und zu bei TOMS Krimitreff vorbei. 

Ele Wolff: Das hat mir großen Spaß gemacht . Es freut mich, dass du dich für meine Arbeit intessiert hast. Mein Kompliment für Deine Webseite Toms Krimitreff.Wer etwas über Krimis wissen will, sollte bei dir reinschauen. Gerne immer wieder.

 

 

Die Rezension zu " Ostfriesisches Gift"

 

© 11.01.16 Thomas Fink

 

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