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Falle für Aschenbrödel

Verlag: rororo       ISBN:  3-499-43209-9      erschienen: 1995 deutsch                        1962 französisch 

Inhalt mit Japrisot ist ein französischer Schriftsteller, dessen Romane selbst Vorlagen für Verfilmungen waren und der viele Drehbücher für bekannte Filme schrieb. Bereits sein zweiter, 1962 erschienener, „Piegè pour Cendrillon“ (dt. Falle für Aschenbrödel, 1995, Rowohlt ISBN 3-499-43209-9) Kriminalroman erhielt den begehrten Grand Prix de la Littérature Policière und wurde später auch verfilmt.
Japrisot erzählt in dieser ungemein fesselnden, spannenden fast kammerspielartigen Erzählung die Geschichte einer jungen Frau, die mit Verbänden an Kopf und Händen in einem Krankenzimmer aufwacht und sich nicht erinnern kann, wer sie ist und was ihr zugestoßen ist. Sie erfährt, dass sie Erbin eines großen Vermögens sei und ihre Verletzungen bei einem Brand erlitten hat, bei dem ihre Freundin umkam. Doch nach und nach beschleichen sie Zweifel am Tathergang und an ihrer eigenen Identität. Wer ist tatsächlich die Tote und wer ihre Mörderin ?
Anfangs erinnerte mich die Story an „Der talentierte Mr Ripley“ von Patricia Highsmith, die – glaube ich – 1955 veröffentlicht wurde. Aber Japrisot setzt deutlich andere Akzente. Er zeichnet präzise Charakterzeichnungen seiner Figuren, auch mit dem Mittel des Perspektivwechsels; er durchbricht die Linearität des Handlungsstranges und seine glasklare, eindringliche Prosa fesselt den Leser. Bis zum Finale gelingt es Japrisot den Leser über die wahren Hintergründe des Brandes im Unklaren zu lassen. Was aus dieser Mixtur entsteht, ist "einfach eine gut erzählte Geschichte". Der einzige Nachteil dieses Romans: Er ist vergriffen und nur noch in Antiquariaten erhältlich.


25.05.2001 © Claus

Mira

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