Ertränkt alle Hunde Autor:
Thomas Adcock Verlag:
ISBN: 3-492-25676-7
erschienen: 1999 deutsch (von Jürgen Bürger) 1994 englisch
Inhalt
mit Bewertung:
In "Ertränkt alle Hunde" lernt Neil Hockaday Irland, das Land seiner
Vorfahren, kennen, und Adcock findet sein zentrales Thema, das bereits seine
beiden ersten Neil Hockaday-Krimis durchzog: "Wer bin ich ?" und "Wo komme
ich her ?"
Der Grund für Hockadays Reise ist die Nachricht, das sein Onkel im Sterben
liegt und damit der einzige noch lebende Blutsverwandte, der Hockadays
Fragen nach seinem schon früh verstorbenem Vater beantworten kann. Bereits
bei der Ankunft entgehen seine Freundin Ruby und er nur knapp einem Attentat
und zur selben Zeit kommt es in New York zu einer Reihe von Morden und
Sebstmorden, deren Ursache in Hockadays Reise nach Irland begründet sind.
Denn Hockadays Suche nach seinem Vater führt ihn hinein in die blutige und
tragische Geschichte Irlands. Hockaday muss erkennen, das die Geschichte
seiner Familie untrennbar mit der Geschichte Irlands verknüpft ist und die
ist eine Verkettung von Mord, Verrat und Terror. Am Ende ist Hockaday froh,
das Ruby und er mit dem Leben davon kommen.
"Ertränkt alle Hunde" ist Adcocks bester, weil reifster Roman. Adock hat die
Fähigkeit , sich in seine Figuren bis ins Detail einzufühlen. Jede einzelne
Figur trägt Widersprüche in sich, die ihr Verhalten stärker bestimmen, als
es die Wirklichkeit selbst vermag. Adcock meidet Simplizifierungen, er gibt
seinen Figuren und damit auch deren unterschiedliche Positionen eine
charakteristische Stimme und öffnet damit den Blick auf das Wesentliche.
Adcock urteilt und läßt auch seine Figuren urteilen, aber er stellt immer
wieder klar, daß die Geschichte Irlands vor allem eine Geschichte der
Menschen ist und bleibt.
06.01.2001 © Claus