Die Jagd der Schattenfrau

Autor: Thomas Perry

Verlag: Piper   

ISBN:  3-492-25687-2    

erschienen: 1999 deutsch (von Fritz R. Glunk)                                                                   1998 englisch 

Inhalt : Wechselnde Kostüme, Bühnennebel, Kisten, deren menschlicher Inhalt auf Nimmerwiedersehen verschwindet: Mirakel-Miranda versteht ihr Handwerk. Während ihrer Show in Las Vegas zieht sie die Zuschauer mit sensationellen Tricks in ihren Bann. So sehr, dass Jane Whitefields Klient Pete Hatcher zunächst unbemerkt seinen Verfolgern entkommen kann. Der ehemalige Mitarbeiter eines Casinos der “Pleasure AG” ist seinen drei “großen Chefs” auf die Füße getreten. Völlig unvorbereitet auf ein Leben mit neuer Identität, verlässt er mit Janes Hilfe überstürzt die Stadt. Nach Hause zurückgekehrt, plant Jane, die Tätigkeit als “Lotse” ihrem zukünftigen Ehemann zuliebe aufzugeben. Hatchers Flucht sollte eigentlich ihr letzter Auftrag sein. Doch die häusliche Idylle währt nicht lange. Pete Hatcher versucht, ein neues Leben zu beginnen - und scheitert. “Sie konnte die Geister des Bösen da draußen spüren, sie beobachteten sie jetzt mit Aufmerksamkeit. [...] Sie steckten irgendwo dort in den Wäldern, aber nun setzten sie sich in Bewegung und kamen auf sie zu. Jane fühlte bereits, wie sie allmählich ihre eigene Leere füllten: mit aufgeregter Vorahnung. Sie starrten sie an, sie dachten an das Glück, das sie erlebt hatte, und wie leicht es ihr wegzunehmen war. Sie waren nicht mehr weit.”  Janes dunkle Vorahnungen bestätigen sich. Die bösen Geister heften sich an ihre und Hatchers Fersen. In Gestalt von Linda und Earl, einem kaltblütigen Killerpärchen wie aus einem David Lynch Film. Durchtrainiert und technisch perfekt ausgerüstet. Nicht mehr zu stoppen, sobald sie losgelassen. Sie erweisen sich schnell als Janes bisher bedrohlichste und raffinierteste Gegner. Ihre größte Konkurrentin zur Strecke zu bringen, erachten Linda und Earl bald als persönliches Anliegen und dringen dabei sogar in Janes privates Umfeld ein. Unvertraut mit den riskanten Abenteuern seiner Frau, wird Carey McKinnon ahnungslos zu Janes Achillesferse.  

24.04.2001 © Fevvers

Bewertung : Dieser 3. Band der Jane Whitefield Serie stellt eine weitere Steigerung an Spannung dar, hervorgerufen durch das Killerpärchen Linda und Earl, denn diese zwei sind genauso gut im Auffinden von Menschen wie Jane darin, jene verschwinden zu lassen. Ihr ganzer Einfallsreichtum wird gefordert, und sie muss auch noch an ihren Gefährten denken, Carey McKinnon. Warum Pete Hatcher verschwinden muss (sein Wissen um den Bau eines Casinos in einem Indianerreservat war etwas undurchsichtig), ging durch die Verfolgungsjagd ein bisschen unter und geriet in Vergessenheit, dennoch war für mich die Serie die Entdeckung des Jahres 2000.

24.04.2001 © Maria

Bewertung : Dass Jane Whitefield, verheiratete McKinnon ihren atemberaubenden und für uns LeserInnen nervenzerrenden Job wirklich an den Nagel hängt, können und wollen wir nicht glauben. Denn Gott sei Dank harren noch Band 4 und 5 unserer. Eines sei Thomas Perry jetzt schon angedroht: Wir werden uns keinesfalls widerstandslos einer unserer Lieblingskrimiheldinnen berauben lassen!

24.04.2001 © Fevvers

Mira

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