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Die Frau vom Meer

Verlag:  Hoffmann & Campe (Goldmann)    ISBN: 3-455-02295-2 (3-442-43892-6)

erschienen:   1999 (2002)

Inhalt:  Bella Block kommt aus Sibirien zurück. Ihre Erfahrungen in dem vom Chaos bedrohten Land haben sie misstrauisch und skeptisch gemacht gegenüber dem von Reichtum und Konsumlust beherrschten Westen, Sie braucht viel Zeit, um sich wieder an ihr bequemes Leben zu gewöhnen. Das geschieht am Rande Hamburgs eine entsetzliche Bluttat. Lara G. ermordet ihre drei Kinder - so zumindest wissen es die Nachbarn, auch die Polizei scheint genügen Beweismaterial zusammenzutragen. Lara G. aber schweigt. Weder im Polizeiverhör noch vor Gericht ist sie bereit, über die Vorgänge in ihrem Hause zu sprechen. Kranz, Polizeipsychologe und Freund von Bella Block, möchte an Laras Unschuld glauben.

Bewertung: Ein packendes Buch. Es lässt einem keine Ruhe, bis man die traurige Auflösung gelesen hat. Obwohl man eigentlich durch die Vineta-Sage, die das Buch begleitet, viel früher darauf hätte kommen können, was genau passiert ist.

31.07.2001 © Mira

Inhalt: Am Stadtrand von Hamburg entdeckt eine Frau eine schreckliche Bluttat. Sie findet drei Kinder ermordet in einem Haus. Für die Polizei und die Nachbarn ist die Mörderin schnell gefunden. Die Mutter selbst soll es getan haben; aber sie schweigt. Selbst vor Gericht ist sie zu keiner Aussage bereit. Die Privatdetektivin Bella Block wird gebeten, die Unschuld der jungen Mutter zu beweisen.

Bewertung: Mit "Die Frau vom Meer" hat Doris Gercke einen interessanten Roman geschrieben, wobei bei ihr wieder die gesellschaftliche Kritik mehr im Vordergrund steht als der reine Kriminalfall, der für Gercke m.E. sowieso nur Mittel zum Zweck ist. Gercke versteht es detailgetreu zu erzählen, aber Spannung, wie Leser von Kriminalromanen erwarten, erzeugt sie nicht.

14.03.2002 © Thomas Fink

Inhalt : In einer Vorortsiedlung in Hamburg geschieht ein grausiges Verbrechen. Drei Kinder sind bestialisch ermordet worden. Die Mutter der drei wird blutverschmiert und starr vor dem Haus wartend angetroffen. Alle Beweise der Polizei und die Aussagen der Nachbarn weisen sie als Täterin aus. Die Frau aber schweigt. Weder im Verhör noch vor Gericht äußert sie ein einziges Wort. Kranz, Polizeipsychologe und Freund von Bella Block, hat leise Zweifel an der Schuld der Frau  und bittet Bella sich um diesen Fall zu kümmern um einen eventuellen Ansatzpunkt für seine Zweifel zu finden. Bella nimmt nach anfänglichen Zögern die Herausforderung an.

Bewertung : „Die Zeit “ schreibt über Doris Gerke: „ Doris Gerke hat eine eigenartige Wahrnehmung der Welt.“ Dem kann ich nur zustimmen. Die von ihr geschaffene Figur der Bella Block ist ganz sicher kein pflegeleichter Durchschnittsmensch, sondern eher eigenwillig, stur, bisweilen rechthaberisch und eine echte Querdenkerin. Sie ist aber auch intelligent, feinfühlig, großzügig und eine exzellente Menschenkennerin. In diesem Roman ist Bella Block gerade von einem mehrjährigen Aufenthalt in der ehemaligen Sowjetunion zurück. Sie ist noch dabei sich von ihren traumatischen Erlebnissen dort zu erholen. Sie versucht an ihr Leben vor diesen Erlebnissen anzuknüpfen, ohne das es ihr bis jetzt gelungen ist. Sie hat etwas den Boden unter den Füßen verloren und hängt sozusagen in der Luft. Diese fast surrealistische Stimmung,sowie ihre Erlebnisse in Russland - in der sogenannten  Stadt der Frauen – verhelfen ihr dann zu einem tieferen Verständnis der Angeklagten, die ihr unter normalen Umständen sicher kaum möglich wäre. Auf dieses Buch jedenfalls muss man sich schon „einlassen“ es taugt nicht als leichte Feierabendlektüre. Es wäre zudem wirklich schade, sich durch flüchtiges Lesen dem Genuss dieses Buches zu entziehen, in welchem die Autorin ein spannendes frauenspezifisches Drama flicht. Sehr gekonnt und mit leisen nachklingenden Tönen.

08.05.2002 © Mariposa

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